Der Name "Sagentobel" kommt von einer Säge.


Diese wird erwähnt in Salomon Vögelins Werk "Das alte Zürich" 2. Auflage 1890 in einem Bericht von Dr. Arnold Nüscheler "Ein historischer Gang durch die Nachbargemeinden der Stadt Zürich".


"Bevor wir das Kloster Zürichberg (Augustiner-Chorherrenstift St. Martin, 1127 begründet und bei der Reformation 1525 zusammen mit allen anderen Klöstern im Kanton Zürich aufgehoben) verlassen, ist noch einiger Besitzungen desselben in der Umgebung zu gedenken, nämlich: die Säge.
Diesselbe wird genannt in der Beschreibung des Zürichberg-Zehntens, von dem es heisst, er gehe vom "Matzenbühl" bis zum Kloster Zürichberg und neben diesem quer bis an "Widen" hinter dem Tobelhof  zur "Sagen". Die vermutlich klostereigene Sägerei im "Sagentobel".


Von diesem ehemaligen "Sagen-Gebäude" waren unterhalb des neuen Klösterli um das Jahr 1890 noch einzelne Pfähle aus Eichenholz als einzige Überreste eines ehemaligen Gebäudes zu sehen.

Heute erinnern daran noch die Bezeichnungen Klösterli, Altes Klösterli bei der Masoalahalle, Klosterfeldweg, Klosterholzweg, Klosterweg.

Eine Hauptattraktion des Sagentobels ist bestimmt der Wasserfall. Er ist heute nur erschwert zugänglich.
Um die Jahrhundertwende aber war es möglich mittels einer Holzkonstruktion bis unter den Wasserfall zu gelangen.
Unter dem Wasserfall befindet sich auch ein Brunnen, datiert mit der Jahreszahl 1890. 

Der Sagentobel-Wasserfall heute

 

Der Sagentobel-Wasserfall um die Jahrhundertwende auf einer Ansichtskarte.

Original-Ansichtskarte erstanden aus einem Internetangebot in Deutschland.

Kartensujet: Sagentobel, Zürichberg / Nr. 2692, Verlag Gebr. Wehrli, Bendlikon-Zürich

Kartentext (von Hand geschrieben) am unteren Bildrand: Gruss und Kuss Dein Julius

Empfängerin (von Hand geschrieben): Fräulein Lina Oberle, Ankerstrasse 26, Zürich III

Frankatur: 5 Rappen-Marke HELVETIA (grün) 

Poststempel: Zürich 13 Oberstrass, 5.VI.04 - 10 und Zürich BRF. EXP., 5.VI.04 - 12