Sommer 2012
Unsere Startveranstaltung!

"Mergel, Nagelfluh, Sandstein und Co." 

Es war eine kleine Gruppe von rund 20 Personen die sich am Samstag, 30. Juni nach 10 Uhr in der Dorfmitte von Stettbach zum 1. Sagentobel-Trekking auf den Weg machte. Dazu eingeladen hatte die aktion „natürlich natur!“. Zum Thema „Mergel, Nagelfluh, Sandstein und Co.“ wurde Wissen von der  Erdgeschichte und der geologischen Entwicklung über die vorkommenden Gesteinsarten bis zur  Nutzung des Lehms als Ton für Gross und Klein anschaulich vermittelt. Nach einer abwechslungsreichen Bergwanderung durchs Tobel  konnte auf dem Känzeli über dem Sagentobel-Wasserfall  am Feuer gebrätelt und mit Begleitung sogar ein kurzer Entdeckungstrip unter den Wasserfall-Felsen gemacht werden. Vor  14 Uhr war man wieder zurück in Stettbach wo sich alle Teilnehmenden einhellig begeistert über das  Erlebte äusserten.

 

 

 









 

 

 



 

Herbst 2012

"Geheimnisse des Herbstwaldes " 

Petrus lässt die 2. Veranstaltung ins Wasser fallen!

Aufgrund des angekündigten Winter-Einbruchs mit aussergewöhnlichen Wetterverhältnisse musste das 2. Sagentobel-Trekking vom Samstag, 27. Oktober abgesagt werden!
Wir hatten zum Wissens-Thema "Geheimnisse des Herbstwaldes" einiges vorbereitet!
Aber der nächste Herbst kommt bestimmt!
(Im Herbst 2013 haben wir dieses Thema wieder aufgenommen und durchgeführt!)

 

 

Winter 2012/2013  

Spannendes Sagentobel-Winter-Trekking zum Wissensthema
"Tiere im Winterwald: Verhalten - Strategien - Spuren"

Bei guten Wetterverhältnissen konnte am Samstag, 2. Februar 2013 um  10 Uhr  vom Gfellerhof aus in Stettbach zum Kurz-Trekking ins Sagentobel gestartet werden. Dazu eingeladen hatte die aktion „natürlich natur!“.  An verschiedenen Stationen wurde zum Wissens-Thema „Tiere im Winterwald: Verhalten - Strategien -Spuren“ viel  Interessantes vermittelt.

Auf der Pirsch fühlten sich die Teilnehmenden als es auf  dem Entdeckungs-Parcours  Waldtiere -natürlich keine echten - zu entdecken und aufzuspüren gab. Später mussten mittels  ausgelegten Spuren-Tafeln  die Trittsiegel den entsprechenden Tieren zugeordnet werden.  Wildhüter Bruno Zweifel von Grün Stadt Zürich (zuständig für die Waldgebiete Zürichberg und Adlisberg) referierte spannend und voll engagiert über die im Sagentobel  und den angrenzenden Gebieten vorkommenden Tiere wie Reh, Fuchs, Hase, Dachs, Eichhörnchen, Mäuse und Vögel,  ja sogar Wildschweine auf dem Durchzug, sowie über ihr Verhalten und ihre Strategien. Für  Gross und Klein war es spannend und lehrreich.

Zuhinterst im Sagentobel  wurde zum Abschluss anhand einer vielfältigen Spurensammlung  gezeigt und erläutert wo überall in der Natur Tierspuren erkennbar sind.

Am wärmenden Feuer gab es dann Punsch und je nach Lust und Laune wurde gebrätelt. Über das an diesem Wintermorgen  Erlebte und Erfahrene zeigten sich die Teilnehmenden rundum erfreut.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Frühling 2013  

Lehrreiches Sagentobel-Frühlings-Trekking
"Was spriesst, grünt und blüht im Tobel?" 

Der Petrus meinte es gut mit den zahlreich erschienenen  grossen und kleinen  Teilnehmenden die am Samstag, 25. Mai 2013 um  10 Uhr  vom Gfellerhof aus in Stettbach zum Sagentobel-Frühlings-Trekking starteten. Das Wissen-Thema  war ja auch verlockend  „ Was spriesst, grünt und blüht im Tobel?“

Am Waldrand beim Eingang zum Tobel  gab es eine Einführung zu den „Stockwerken des Waldes“.  So im Keller die Wurzelschicht, deren Beschaffenheit ausschlaggebend ist für alles was aus ihr spriesst.  Im Erdgeschoss die Boden- oder Moosschicht, darüber  im 1. Stock die Krautschicht, im 2. Stock die Strauchschicht und im Dachgeschoss die 2. und 1. Baumschicht.

Die Vielfältigkeit der charakteristischen Pflanzenarten  der Krautschicht  wurden auf einem Entdeckungsparcours vorgestellt.  Es war lehrreich zu erfahren was alles im Sagentobel  spriesst.
So  unter anderen der Girsch, das Salomonssiegel, der Waldmeister,  die Goldnessel,  die Rapunzel, der Günsel bis hin zum Ehrenpreis, Hahnenfuss, Storchschnabel und Pestwurz.
Von den essbaren Wildkräutern wurde gleich ein wenig  geerntet und in einem Körbchen mitgenommen.

Diese beiden ersten Stationen wurden mit viel Wissen von Maralina Arslan-Bobst, Umweltingenieurin und Monika Bobst-Bärtschi, Waldpädagogin vorbereitet und bestritten.

Dann übernahm Markus Tanner, Revierförster aus Dübendorf und zuständig für die Waldgebiete Dübendorf und Witikon, das Zepter und informierte unterwegs interessant und anschaulich über den Bestand und die Arten der vorkommenden Bäume und Sträucher. Dabei war zu erfahren, dass der untere Teil des Sagentobels zu Dübendorf und der obere Teil zur Stadt Zürich gehört. Eindrücklich war im Gelände zu sehen, mit was für einer Gewalt das Wasser im Sagentobel seinen Weg sucht, und dabei  riesige Bäume entwurzelt, neue Sandsteinplattformen und Becken bildet und Riesenfindlinge meterweit  verschiebt. Auch die Informationen über den Neubau der Brücke über den Sagentobelbach, die zum Erschliessungsweg von Stettbach über den Burstel ins Sagentobel gehört,  fielen auf  grosses  Interesse.

Über den Bergweg  ging es dann bergan bis zum Känzeli über dem Wasserfall. Hier wurde gefeuert und gebrätelt und für die ganz Mutigen gab es sogar einen Abstecher zum Wasserfall.

Die mitgenommenen essbaren Wildkräuter  wurden zu einem Kräuterquark verarbeitet der mit Crackers zum Apéro genossen werden konnte.

Der Rückmarsch führte dann über den Stadtweg zurück zum Gfellerhof.
Ein rundum gelungener Erlebnis-Tag!

 

  

 

 

 

 

 


    

Herbst 2013

Sagentobel-Herbst-Trekking
Samstag, 26. Oktober 2013
Wissen! Geheimnisse des Herbstwaldes

 

 

 

 

 

 

 

Frühling 2014 

Sagentobel-"Zeitreise"-Trekking
Samstag, 5. April 2014
Wissen! "Zeitreise" in die Vergangenheit 

Nach einer wochenlangen Wärmeperiode sorgte der Petrus  für einen bedeckten Himmel und leichten Nieselregen. Dennoch machte sich eine stattliche Anzahl Unentwegter vom Gfellerhof in Stettbach aus zum Gang in die Vergangenheit.     

An der ersten Station, direkt beim Gfellerhof,berichteteder Stettbacher Ortschronist Fritz Maurer, mit zahlreichen Fotodokumenten, über den Weiler Stettbach mit seinen Einwohnern und seiner Geschichte. Dabei erwähnte er aber auch die störenden Umwelteinflüssewie die seit 10 Jahrenstattfindenden Südanflüge, dievorgesehenen Südstarts geradeaus sowie die den Dorfcharakter von Stettbach stark tangierende geplante Zoo-Seilbahn.

Via den Stettbacherweg und den Chüeweidweg ging es dann weiter zur 2. Station zum Burstel .
Der Flurname Burstel, früher Burgstall genannt, deutet darauf hin, dass an dieser Stelle früher  eine Burg stand.  Nach den Forschungsergebnissen der Archäologen stand hier im frühen Hochmittelalter (1100 – 1250 n.Chr.) eine Holz- und Erdburg.  Gut ersichtlich ist heute noch der eigentliche Burghügel mit  einem  Halsgraben und einem westlichen und östlichen Seitengraben. Über die Erbauer der Burg ist nichts Genaues bekannt, doch hält man es für wahrscheinlich, dass diese von den Grafen von Lenzburg erbaut wurde.
Bei  den Ausgrabungen im Jahre 1902, anfänglich auf eigene Faust durch den Dübendorfer Lehrer  R. Hardmeyer und dann später durch eine Grabungs-Crew des Landesmuseum, wurden interessante Funde gemacht. So z.B. handgeschmiedete Nägel, eine Axt, ein Türschloss mit starker Eisenkette, ein faustgrosser Spielstein und zahlreiche Tonbecher .  Letztere  gehörten zu einem riesigen Ofen der  innerhalb des aufgedeckten  Fundamentenvierecks  stand.  Aus den vorgefundenen Mauern schlossen die Forscher, dass diese nicht sehr hoch gewesen waren und die Burg in den oberen Geschossen in Riegelbauweise erstellt war.
Auf dem Plateau selbst, mit guter Umsicht ins Gelände, wurde den Trekking-Teilnehmenden angeboten sich am Bau einer kleinen Burganlage zu beteiligen oder sich beim Ziel-  oder  Ringwerfen ins Mittelalter zurück zu versetzen wo das gemeinsame Spiel einen hohen Stellenwert hatte.

Nachdem es in der Zwischenzeit  aufgehört hatte zu regnen ging es weiter über den 2013 vom Zivilschutz Dübendorf wieder instand gestellten  Fussweg mit Treppe und Brücke hinunter ins Sagentobel.

Anhand der topographischen Gegebenheiten  erfuhr man dort viel  über die vorkommenden Gesteinsarten wie Mergel, Sandstein und Lehm, über Findlinge sowie  die Entstehung  des Geländes  bis hin zur letzten Eiszeit vor 10 000 Jahren v.Chr. in welcher  die ganze Region von einer riesigen Eismasse überdeckt  war.

Die vorletzte  Etappe führte über den  Bergweg bis zum Känzeli über dem Sagentobel-Wasserfall wo
die Teilnehmenden ein loderndes Feuer begrüsste, welches  dann anschliessend  zum Bräteln benutzt werden konnte.

Vorgängig aber wurde man nochmals in die Vergangenheit  entführt in dem man Wissenswertes über die Funde bei den Grabungsarbeiten für die neue Elefantenanlage des Zoo  Zürich in den Jahren 2009 bis 2011 erfuhr.

Obwohl man bei diesen Grabungen eigentlich  neue Erkenntnisse oder Funde zum früheren Kloster St. Martin auf dem Zürichberg erwartete, stiess man dort in einer ersten Phase auf Musketenkugeln  die  von  der 1. Schlacht von Zürich am  4. Juni 1799 stammten und  in einer 2. Phase auf eine Brandgrube. Die Analyse der  Funde  legte  die Entstehung  derselben in die mittlere bis spätere Bronzezeit (1440 – 1219 v.Chr.)  und zeigte Hinweise  auf eine Besiedelung des Geländes.

Funde von aus Silex (Feuerstein) hergestelltem  vorgeschichtlichem Werkzeug,  welches höchstwahrscheinlich an den Lägern abgebaut wurde, weisen auf eine  noch weiter zurückliegende Begehung in der Steinzeit (ungefähr 4000 bis 3000 v.Chr.) hin.
Mit interessanten archäologischen Repliken von Schmuck, Gefässfragmenten  und Gebrauchsutensilien wie Sichel, Schlüssel oder  Pfeilspitze wurde die hochstehende Kultur der Keltenzeit  anschaulich gemacht.  Diese passten gut zu der in der Zwischenzeit auf dem Feuer zubereiteten schmackhaften Keltensuppe, die alle genüsslich kosteten.

Wie vorgesehen gegen 13.30 Uhr war man dann  wieder zurück beim Ausgangspunkt Gfellerhof und  ging mit vielen Eindrücken und neuen Erkenntnissen nach Hause.






                  

Sommer 2014 

Sagentobel-Trekking "Der Bach" 
Samstag, 20. September 2014
Wissen! "Forelle, Eintagsfliegenlarve, Strudelwurm + Co."

Kurz nach 10 Uhr startete beim Gfellerhof in Stettbach eine  stattliche Schar von kleinen und grossen naturstarken Menschen zum Sagentobel-Trekking zum Wissensthema „Der Bach„. 

Am Eingang zum Sagentobel erläuterte Matthias Maag, derPächter des Sagentobelbach, Wissenswertes zum Sagentobelbach. Dieserentspringt im Adlisberg und fliesst auf einer Länge von ca. 4-6 km hinunter bis in die Glatt. Der Name Sagentobelbach kommt daher, dass es im Raum Tobelhof vor langer Zeit einmal eine Sägerei gab. Markantester Abschnitt des Baches ist dabei der Wasserfall.

Vor allem der untere Teil des Baches hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Ab dem Bahnhof Stettbach wurde der Lauf des Baches verschiedentlich geändert. Nachdem er seinerzeit rechts vom jetzigen Bahnhof  Stettbach dem Stadtrand entlang hinunterfloss wurde mit dem Bau des Zürichbergtunnels der Bachlauf auf die Seite der Wohnsiedlungen verlegt und weiter unten ein schöner Weiher angelegt. 

Mit dem Bau der Glatttalbahn musste dann der Bachlauf nochmals verlegt werden und schlängelt sich nun durch die Wiesen hinunter. Die rege Bautätigkeit entlang des Baches im unteren Dorfteil hat es auch nötig gemacht, dass Bachbett auf verschiedene Arten zu korrigieren und somit den Bach für das sogenannte „Jahrhundertunwetter“ tauglich zu machen.

In den letzten 50 Jahren gab es immer wieder Überschwemmungen des Baches die meist dadurch entstanden, dass Schwemmholz die Durchgänge bei den Brücken verstopfte oder dass der Bach durch Schwemmholz gestaut wurde.

Die Hoheit der Gewässer liegt beim Kanton Zürich. Alle 8 Jahre werden die Gewässer neu verpachtet. Dies geschieht in einer öffentlichen Versteigerung. Matthias Maag hat 2009 zusammen mit seinem Bruder die Pacht übernommen die ihnen bis 2018 ohne Versteigerung zugesprochen wurde.

Zur Ausübung der Fischerei, wo diese nicht frei ist, braucht man heute einen sogenannten Sachkundenachweis  welcher mit einer Prüfung erworben wird. Gefischt werden darf mit einer Rute an der ein Angel ohne Wiederhaken befestigt ist. Für Forellen gelten in diesem Bach die Mindestmasse von 22 cm. Ausser der Schonzeit, welche vom 1. Oktober bis Ende Februar dauert, darf immer gefischt werden.

Der Fischbestand wird durch einen sogenannten Pflichteinsatz von ca. 5‘000 Brütlingen (Bachforellen)  gewährt. Die Fische werden in der Fischzuchtanstalt in Wangen bei Dübendorf gezüchtet und meistens im Monat März vom zuständigen Fischereiaufseher unter Mithilfe der beiden Pächter in verschiedenen Bachabschnitten ausgesetzt.

Wieviele von diesen Bachforellen überleben kann nicht genau gesagt werden. Beim genauen Hinschauen ist es möglich im Bachverlauf Fische  zu sehen,  dies vor allem im Bachteil in Stettbach.

Nach diesen Ausführungen  ging man an den Bach wo  gemeinsam mit dem Team der aktion „natürlich natur!“ anhand  von Beobachtungen auf einem begrenzten Abschnitt  eine Gewässerbeurteilung:  a) ist der Bach natürlich, b) naturnah  c) naturfern (b und  c durch Einflüsse von Menschenhand) erhoben wurde. Auch die Fliessgeschwindigkeit, die Wassertemperatur und der pH-Wert wurden bestimmt.

Ausgerüstet mit Forscherwerkzeug (Sieb, Pinsel, Lupen, Wasserglas und Bestimmungsbogen) machte man sich gruppenweise an die Arbeit und auf die Suche nach Kleinstlebewesen wie Eintagsfliegenlarve, Strudelwurm, Bachflohkrebs, Köcherfliegenlarve, Rollegel usw..
Und man wurde fündig. Aufgrund der Funde und erhobenen Kriterien wurde der Bach der Güteklasse 2  „mässig verunreinigt „ zugeteilt. Um dieses Ergebnis zu  erhärten müsste allerdings zusätzlich an weiteren Bachabschnitten und zu verschiedenen Zeiten im Jahreslauf gleiche Erhebungen vorgenommen werden.

Auf dem Weitermarsch erlebte man von oben herab den Bachverlauf im teilweise bis zu 40 Meter tiefen Tobel  in seiner wilden Vielfalt und erfuhr Interessantes über den Wasserkreislauf unserer  Erde.

Nach dem steilen Bergweg  gelangte man zum Känzeli ob dem Wasserfall und hatte dort Gelegenheit den verträumten Wasserfall zu bestaunen.

Inzwischen wurde ein Feuer entfacht an welchem gebrätelt werden konnte und als Apéro wurden feine Forellenmousse-Crackers offeriert.

Mit vielen Eindrücken gings dann via Stadtweg zurück zum Ausgangspunkt beim Gfellerhof.










Herbst 2014 

Sagentobel-"Voll"Mond-Kurz-Trekking 
Samstag, 8. November  2014
Wissen!
"Abnehmend, zunehmend, voll - sagenhafter Mond"

Mit Vollmond-Begleitung ins nächtliche Sagentobel

Gross war der Aufmarsch am nächtlichen Spaziergang ins Sagentobel.
Mit Fackeln und Laternen ausgerüstet erfuhren dabei Gross und Klein viel Spannendes über den Mond.

Nach der Besammlung beim Gfellerhof und einer kurzen Einstimmung wurden die mitgebrachten Laternen der Kinder bewundert und die grossen Fackeln entzündet.
Nach nur wenigen Schritten hinter dem Hof über die Weide spürte man bereits die ungewöhnliche Dunkelheit.

Beim Waldeingang zum Sagentobel gab es den ersten Halt.
Urs Bärtschi, Alt-Sekundarlehrer, erläuterte mit einer
kleinen Einführung die Geschichte unseres Mondes welche vor rund 4,3 Milliarden Jahren begann als unsere Erde mit dem Protoplaneten Theia kollidierte. Aus den Trümmern dieses Zusammenstosses entstand der Mond, vielleicht zwei Monde, und die Erde bekam ihren gleichförmigen Schwung. Dadurch stabilisierte sich das chaotische Klima. Interessant waren die Erläuterungen über die Himmelsmechanik und die Gezeiten bis zum langsamen Entschwinden unseres Begleiters...
Noch während diesen Ausführungen - kurz vor halb Sieben - erlebten die Anwesenden am Osthorizont einen prachtvollen „Voll“Mondaufgang. Die riesengrosse, goldgelbe Scheibe zog alle in den Bann obwohl sie nach dem Vollmond in der Nacht vom  Donnerstag bereits nicht mehr ganz rund war.

Dann ging es weiter in den Wald hinein.
An einem zweiten Halt hörte man ein Märchen über den „Mann im Mond“ der mit seinem Holzbündel gut sichtbar im Mond steht und erhielt eine Merkhilfe wie man feststellen kann ob der Mond zu- oder abnimmt. Mit der lustigen Geschichte vom Mann im Mond der den Mond immer auf Hochglanz poliert und dem Sandmann der den Mond immer wieder mit schwarzer Farbe bemalt, damit die Kinder schlafen können, wurde dies veranschaulicht.

Nach einem kurzen Weitermarsch erfuhr man bei einem weiteren Halt etwas über Bauernregeln, bei welchen der Mond eine Rolle spielt. Der Mond ist des Bauern Kalender. Auch heutzutage vor allem in der bio-dynamischen oder anthroposophischen Landwirtschaft, doch ist dies leider infolge der Industrialisierung für viele ein zu grosser Aufwand.
Für viele Menschen übt der Mond eine grosse Faszination aus und viele achten auf ihn auch bei alltäglichen Tätigkeiten. Ob der Mond wächst oder abnimmt und in welchem der 12 Tierkreiszeichen er während  seiner Bewegung um die Erde, für die er 27,3 Tage braucht, verweilt ist dabei von Bedeutung. Eine Fastenkur beginnt man somit am Frühlingsanfang bei abnehmendem Mond. Haare schneidet man bei wachsendem Mond und wenn der Mond in einem haarigen Tierkreiszeichen wie Löwe, Widder oder Stier steht. Pflanzen die in die Höhe wachsen setzt man bei zunehmendem Mond und alles was unter der Erde wächst wie z.B. Kartoffeln bei abnehmendem Mond… und gekauft wird bei wachsendem Mond und verkauft bei abnehmendem Mond.

Zuhinterst im Sagentobel, bevor der Bergweg beginnt, erwartete die Nachtspaziergänger ein loderndes Feuer und es wurden ein warmer Orangenpunsch und feine Vollmondguetzli offeriert.
Dazu wurde eine amüsante Sage erzählt in welcher wilde Kobolde ihr Unwesen trieben und eine alte Witwe mit Namen Hausen, die am Sagentobel wohnte, den Rat gab die Zwerge, die unter den Holunderbüschen lebten, zu fragen was zu machen sei. Mit den von den Zwergen vorgeschlagenen Gockelfedern schützten die Bauern ihre Höfe und vertrieben so erfolgreich die Kobolde. Als Dank an die Witwe Hausen und die Spender der Gockelfedern benannten die Bauern ihren Weiler Gockhausen.

Nach einem kurzen Rückmarsch erreichte man wieder den Gfellerhof wo inzwischen der helle Mond hoch am Himmel stand. Gut zu sehen waren dabei sein lachendes Gesicht und auch der Mann im Mond mit seinem Holzbündel.
Auch, dass der Mond abnehmend war, konnten alle feststellen und weil er einen grossen Hof hatte erinnerte man sich der gehörten Bauernregel „Gibt’s Ring oder Hof um den Mond, bald Regen und Wind uns nicht verschont.“



Foto:alexandergottwald.com